Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung in Deutschland und Europa

Das WiSKoS-Projekt zielt auf die systematische Erfassung der Bedrohung durch Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung (nachfolgend: Wirtschaftsspionage im weiteren Sinne), der staatlichen Kontrollstrukturen und der innerbetrieblichen Erkennungs- und Präventionsstrategien in Deutschland und Europa. Neben einer Bestandsaufnahme des Status Quo soll der mögliche Optimierungsbedarf bei der Rechtslage und dem Umgang mit der Bedrohung seitens der kleinen und mittelständischen Unternehmen, der Wissenschaft und der Behörden ermittelt werden, was die Suche nach möglichen Alternativmodellen und -strategien im europäischen Ausland mit einschließt.

Das Projekt behandelt einen Deliktsbereich, der auf normativer wie auch auf phänomenologischer und anwendungspraktischer Ebene empirisch bislang nur rudimentär erforscht ist. Dieses Vorhaben ist erforderlich, um die Herausforderungen an die (unternehmens-) interne und externe (staatliche) Kontrolle praxisnah zu analysieren und Optimierungsmöglichkeiten zu untersuchen. Eine effektive Kontrolle ist von großer Bedeutung für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland.

Vor diesem Hintergrund führen das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht (Freiburg) und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Karlsruhe) in Zusammenarbeit mit weiteren, assoziierten Partnern ein vergleichendes Forschungsprojekt durch, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF) gefördert wird.

  • Geändert am: 06.11.2017
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